GRAND VINTAGE 2016 AUF EINEN BLICK
Es ist die Geschichte eines bewegten Jahres voller Wendungen, in dem wir den Launen der Natur ausgesetzt waren. Mit viel Geschick stellte Kellermeister Benoît Gouez schließlich eine großartige Assemblage zusammen. Sechs Jahre später präsentiert sich ein eleganter und präziser Jahrgang
DIE GESCHICHTE DES JAHRES 2016
Die Weinlese 2016 spiegelt die traditionelle Unberechenbarkeit der Champagne wider, in der Unsicherheit und Überraschung die Saison bestimmen. Der Winter zeigte sich ungewöhnlich mild und feucht, mit 62% mehr Niederschlag – ein Rekordwert seit über 20 Jahren. Der Frühling brachte eine kühle, regnerische Periode mit Frost und Mehltau, was die Ernte erheblich reduzierte. Die Fröste kamen zum ungünstigsten Zeitpunkt und vernichteten 50% der Ernte in den Weinbergen der Aube, während die Feuchtigkeit den Mehltau begünstigte, der weitere 15% der Ernte kostete. Es war eine schwierige Zeit für die Arbeit im Weinberg, die Winzer waren erschöpft.
Im Sommer trockneten die Weinberge aus, was zu Wasserstress und weiteren Ernteverlusten führte. Die Niederschlagsmenge lag 40% unter dem Durchschnitt gepaart mit einer Hitzewelle im August. Trotz dieser Herausforderungen verlief die Reifung der Trauben gut, insbesondere Meunier und Pinot Noir.
Die Lese begann am 17. September und brachte eine qualitativ hochwertige Ernte in perfektem Zustand mit einem Endertrag von 11.000 kg/ha.
Grand Vintage 2016 drückt Anmut und Gelassenheit aus und ist das Ergebnis eines bewegten Jahres nach sechs Jahren Reife. Es ist die Geschichte von Ruhe nach dem Sturm.
Sanftes Goldgelb mit lebhaften grünen Reflexen.
Die ersten, flüchtigen Aromen erinnern an braune und trockene Noten wie geröstetes Brot, Getreide und Haselnuss.
Darauf folgen weichere, sekundäre Aromen von Lebkuchen, Marzipan und Gerstenzucker. Schließlich treten die anhaltendsten Hintergrundnoten hervor, die ein fruchtiges und florales Bouquet mir Anklängen von Pflaume, Mirabelle, Quitte, Orangenblüte und Anis bieten.
Die Sinneseindrücke folgen mühelos aufeinander, wie eine verblassende Filmszene oder eine sanfte Welle, die über glatten Sand rollt und sich dann leise zurückzieht.
Der runde, weiche Auftakt geht nahtlos in eine strukturierte kernige Empfindung über und mündet in einen Abgang, der an die süß säuerliche Frische einer Clementine oder Pampelmuse erinnert. Der Gesamteindruck strahlt eine heitere, friedvolle Stimmung aus, so als würde man nach einer Zeit voller Widrigkeiten zur Ruhe kommen.
Nach einem bewegten Jahr spiegelt die Cuvée die Interpretation des Kellermeisters wider:
• Chardonnay: 48%,
• Pinot Noir: 34%,
• Meunier: 18%